ArtyfileArtyfile Artists
Keine KI-Musik

Von Menschen gemacht.
Von Menschen geprüft.

Artyfile vertreibt keine KI-generierte Musik – ohne Ausnahme. Nicht, weil KI böse wäre, sondern weil ein Katalog echter Artists nur wertvoll bleibt, wenn er echt bleibt. Hier sind die Regel, die Gründe und wie die Prüfung funktioniert.

Kann ich KI-Musik über Artyfile veröffentlichen?

Nein. Artyfile lehnt vollständig KI-generierte Musik – etwa Tracks aus Suno oder Udio – ohne Ausnahme ab. Wir nehmen Musik an, die Menschen geschrieben, gespielt oder programmiert und performt haben. Jede Bewerbung prüft ein Mensch, und wir sehen uns die Metadaten der hochgeladenen Dateien auf Spuren von KI-Generatoren an. Andere Vertriebe haben eigene Regeln; Plattformen wie Deezer markieren KI-Tracks bereits und nehmen sie aus den Empfehlungen.

Stand: Oktober 2026

Die Regel in einfachen Worten

Dein TrackArtyfile
Von Menschen geschrieben, gespielt oder programmiert und performtWillkommen
Von Menschen gemacht, KI nur als Studio-Werkzeug (Rauschentfernung, Stem-Trennung, Mastering-Hilfe)In Ordnung – die Musik ist deine
Von einem KI-Musikdienst aus Prompt oder Lyrics generiert (Suno, Udio und ähnliche)Abgelehnt
Eine KI-Stimme, die einen anderen Artist imitiertAbgelehnt

Die Regel ist unumstößlich. Sie hängt nicht davon ab, wie gut ein Track klingt, und wir machen keine Einzelfall-Ausnahmen. Lehnen wir einen Track ab, sagen wir das respektvoll und begründen es – ohne Vorwürfe.

Warum wir keine KI-generierte Musik vertreiben

  1. 01

    Die Urheberschaft lässt sich nicht feststellen

    Das US Copyright Office kam im Januar 2025 zu dem Schluss, dass Prompts allein keine ausreichende menschliche Kontrolle bieten, um Urheber eines KI-Ergebnisses zu sein. Suno selbst gibt in seinen AGB „no representation or warranty“, dass am Output überhaupt ein Urheberrecht entsteht. Ein Track ohne klaren Urheber lässt sich nicht sauber für Film, TV oder Werbung lizenzieren – und genau das macht unser Sync-Marktplatz.

  2. 02

    Das Rechtsrisiko ist offen

    Das Landgericht München I hat am 31. Juli 2026 im Verfahren GEMA gegen Suno (Az. 42 O 763/25) entschieden, dass Suno die Rechte der Urheber der betroffenen Werke verletzt hat. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Solange die Gerichte das nicht abschließend klären, kann kein Vertrieb versprechen, dass ein KI-Track rechtmäßig Geld einspielt.

  3. 03

    Echte Artists zahlen für die Flut

    Deezer meldete im Januar 2026 rund 60.000 vollständig KI-generierte Tracks pro Tag – etwa 39 % aller Anlieferungen – und dass 2025 bis zu 85 % der Streams auf KI-Tracks betrügerisch waren. Betrug und Spam verwässern, was ehrliche Releases verdienen, und lösen Plattform-Strafen aus, die bei Vertrieben und Artists landen.

Was Streaming-Plattformen gegen KI-Flut und Fake-Streams tun

Stand Oktober 2026, laut Angaben der Plattformen
PlattformRegelFolge
SpotifyBerechnet Labels und Vertrieben eine Gebühr pro Track, wenn „flagrant artificial streaming“ erkannt wirdNur bei „very high rates“ künstlicher Streams pro Track; Schwelle und Betrag veröffentlicht Spotify nicht. Spotify kann Tantiemen einbehalten, Stream-Zahlen korrigieren und Musik entfernen.
SpotifySpam-Filter, Regel gegen Stimmen-Imitation und KI-Angaben über den DDEX-Standard (angekündigt September 2025)Spam-Uploads werden markiert und aus Empfehlungen herausgehalten; KI-Angaben erscheinen in der App, wenn Vertriebe sie liefern.
DeezerErkennt und markiert vollständig KI-generierte Tracks – 13,4 Millionen im Jahr 2025Markierte Tracks fliegen aus algorithmischen Empfehlungen und redaktionellen Playlists; erkannte betrügerische Streams werden nicht vergütet.

Für Artists heißt das: Ein Vertrieb, dessen Katalog sich mit Spam und KI-Tracks füllt, zieht Plattform-Strafen auf sich und gibt sie an seine Artists weiter. Kuration ist unser Weg, ehrliche Releases da rauszuhalten. Sie ist eines der sieben Kriterien für fairen Musikvertrieb.

So läuft unsere Prüfung

  1. 01

    Du bewirbst dich mit einem Track

    Die Bewerbung ist kostenlos. Du schickst eine MP3 und ein paar Angaben über das Bewerbungsformular.

  2. 02

    Ein Mensch hört zu

    Jede Bewerbung bekommt eine A&R-Prüfung durch einen Menschen – auf Passung und Qualität, nicht nur auf KI.

  3. 03

    Wir prüfen die Herkunft der Datei

    Jede eingereichte Datei durchläuft vor der Entscheidung zusätzliche Herkunftsprüfungen. Wir verlassen uns nicht auf Software, die KI angeblich „heraushört“ – akustische Erkennung ist zu unzuverlässig, um damit über Artists zu urteilen.

  4. 04

    Du bekommst eine Entscheidung

    Wird dein Track angenommen, zahlst du einmal 9,90 € und behältst 100 % deiner Master. Wird er abgelehnt, sagen wir dir, warum.

Du willst vorher eine schnelle Einschätzung deines Mixes? Der kostenlose Instant-A&R-Check gibt dir direkt im Browser einen Qualitäts-Score, bevor du dich bewirbst.

Kann ich KI-Musik woanders veröffentlichen?

Manche Vertriebe nehmen KI-generierte oder KI-gestützte Tracks unter eigenen Bedingungen an – lies deren aktuelle AGB vor dem Upload und rechne damit, dass Plattformen das Release markieren oder filtern. Prüf auch, was dein KI-Dienst erlaubt: Suno zum Beispiel gestattet zahlenden Abonnenten die kommerzielle Nutzung.

Sei genau bei dem, was du unterschrieben hast. Suno übernimmt nicht das Eigentum an deinen Lyrics oder Uploads. Suno erhält aber eine weltweite, nicht-exklusive, „perpetual, irrevocable“ Lizenz, sie zu nutzen, zu monetarisieren und damit zu trainieren – ohne Vergütung, und du kannst sie nicht zurückziehen. Wir haben die AGB Zeile für Zeile durchgesehen: Wem gehört deine Suno-Musik?

Fragen zu KI-Musik

Darf man KI-Musik veröffentlichen?

Über Artyfile nicht – vollständig KI-generierte Tracks lehnen wir ohne Ausnahme ab. Manche anderen Vertriebe nehmen KI-Musik unter eigenen Regeln an. Plattformen wie Deezer markieren solche Tracks aber und nehmen sie aus algorithmischen Empfehlungen und redaktionellen Playlists.

Kann ich Suno-Songs auf Spotify hochladen?

Sunos AGB erlauben zahlenden Abonnenten die kommerzielle Nutzung, und manche Vertriebe liefern solche Tracks aus. Ob du am Output ein Urheberrecht hast, ist fraglich – Suno selbst gibt dafür „no representation or warranty“. Artyfile vertreibt keine Suno- oder Udio-Tracks.

Gehört meine Suno-Musik Suno?

Nein. Sunos AGB stellen klar, dass das Eigentum an deinen Eingaben nicht übertragen wird. Du räumst Suno aber eine unbefristete, unwiderrufliche, nicht-exklusive Lizenz ein, sie zu nutzen, zu monetarisieren und damit zu trainieren. Details in unserer Analyse der Suno-AGB.

Wie erkennt Artyfile KI-Musik?

Ein Mensch prüft jede Bewerbung, und wir sehen uns die Metadaten der hochgeladenen Datei auf Spuren von KI-Generatoren an. Akustische „KI-Detektoren“ nutzen wir nicht, um über Artists zu urteilen – sie sind nicht zuverlässig genug.

Darf ich KI-Tools in meiner Produktion nutzen?

Ja, als Studio-Werkzeug – Rauschentfernung, Stem-Trennung, Mastering-Hilfe. Was wir nicht annehmen, ist ein Track, den ein KI-Musikdienst generiert hat, statt dass du ihn geschrieben und performt hast.

Ist KI-Musik GEMA-pflichtig oder geschützt?

Ob an rein KI-generierter Musik überhaupt ein Urheberrecht entsteht, ist zweifelhaft. Das Urteil des LG München I im Verfahren GEMA gegen Suno vom 31. Juli 2026 betrifft die Rechte an den Werken, mit denen trainiert wurde, und ist nicht rechtskräftig. Für deinen Einzelfall frag eine Anwältin oder einen Anwalt – wir sind keine Rechtsberatung.